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News2019-03-20T13:15:58+00:00

ELTERNSCHULE – NEWS

Auf dieser Seite dokumentieren wir laufend die Diskussion um „Elternschule“.
Die neuesten Nachrichten stehen immer oben.

20.03.2019
ELTERNSCHULE wird in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ für den Deutschen Filmpreis 2019 nominiert. Wir freuen uns sehr.

12.03.2019
Wir haben uns entschlossen einen offenen Brief an den Deutschen Kinderschutzbund zu richten – hier der Text:

Sehr geehrte Damen und Herren im Deutschen Kinderschutzbund,
der DKSB hat unseren Dokumentarfilm „Elternschule“ zu Unrecht als gewaltvoll gebrandmarkt. Die entsprechende Stellungnahme des DKSB vom 25.10.2018 ist nicht nur faktisch falsch, sie skandalisiert auch unsere Arbeit als Filmemacher. Wir haben uns zu einem offenen Brief entschieden, weil direkte Anfragen und Dialogangebote unsererseits folgenlos geblieben sind.
Am 2. Oktober 2018 haben Sie, noch vor dem offiziellen Kinostart, unseren Dokumentarfilm „Elternschule“ auf Basis des 95 Sekunden langen Kinotrailers öffentlich verurteilt. Nachdem wir Ihnen den gesamten Film „Elternschule“ zur Ansicht hatten zukommen lassen, haben Sie eine weitere Stellungnahme abgegeben. Sie schreiben: „Es gibt in diesem Film zahlreiche Szenen, in denen psychische und physische Gewalt gegen Kinder, zumeist kleine Kinder, in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen gezeigt wird.“ Es wird ebenfalls behauptet: „Die im Film gezeigten Praktiken in der Erziehung und Betreuung von Kindern verstoßen gegen geltendes Recht.“ Weiter behaupten Sie: „Der Film „Elternschule“ zeigt einige verzweifelte Mütter. Ihnen wird vermittelt, dass ihre Probleme gelöst werden, wenn sie möglichst hart zu ihren Kindern sind. Die Methode basiert darauf, dass die Eltern-Kind-Beziehung eine Kampfbeziehung sei. Sie kann in Deutschland kein Vorbild für die Erziehung von Kindern sein.“ Weder ist in „Elternschule“ die Rede davon, dass „die Eltern-Kind-Beziehung eine Kampfbeziehung“ sei, noch wird „Härte“ empfohlen. Und schon gar nicht wird empfohlen das Therapieprogramm der Klinik zu Hause anzuwenden. An anderer Stelle behaupten Sie, in unserem Film würden Kinder „als ‚egoistische Strategen und Taktiker‘ öffentlich vorgeführt.“ Dazu halten wir fest: Weder wird jemand öffentlich vorgeführt, noch fällt in unserem Film überhaupt die Phrase „egoistische Strategen und Taktiker“, die Sie fälschlicherweise zitieren.
Wir werden seit Monaten unter Verweis auf Ihre Stellungnahme mit unhaltbaren Vorwürfen unseren Film betreffend regelrecht verleumdet. Ihre Stellungnahme hat auch mit dazu geführt, dass eine Anzeige wegen Misshandlung Schutzbefohlener gegen die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen eingereicht wurde. In der Folge haben die Staatsanwaltschaft Essen, das Gesundheitsministerium NRW, die Landesärztekammer Westfalen-Lippe sowie andere Fachorganisationen – begleitet von großer medialer Aufmerksamkeit – in der Klinik Nachforschungen angestellt. Alle Ermittlungen blieben ohne Ergebnis, stattdessen fand man eine leitliniengerechte und selbstverständlich gewaltfreie Behandlung von Kindern in Not. Alle von Ihnen geäußerten Vorwürfe wurden bereits im Herbst 2018 juristisch, berufsrechtlich und fachlich widerlegt. Bei Ihren Äußerungen handelt es sich nach unserer Ansicht um Rufschädigung, die unserer Arbeit enorm geschadet hat und denjenigen Kolleg*innen, die zukünftig Filme im therapeutischen Bereich realisieren wollen, das Leben schwer machen wird.
Wir fordern Sie deswegen auf, Ihre öffentliche Stellungnahme zu überarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Adolph, Ralf Bücheler, Ingo Fliess
(Regie und Produktion Dokumentarfilm „Elternschule“)

16.02.2018
„Elternschule“ war Thema im „Wochenendjournal“ des Deutschlandfunks. In 43 interessanten Radiominuten kommen Betroffene der Auseinandersetzung um unseren Film zu Wort, aber auch andere Eltern und Vertreter der Kritiker des Films.

23.01.2018
Der Verband der deutschen Filmkritik hat seine Nominierungen bekannt gegeben: „Elternschule“ ist als einer von fünf Dokumentarfilmen dabei! (Link)

18.12.2018
Die „Film News Bayern“ bringen unter dem Titel „Don’t feed the Trolls“ ein Interview mit Produzent Ingo Fliess über die Kontroverse um „Elternschule“ (Link): „Das Thema geht viele Leute an, deshalb haben wir gedacht, dass wir damit viele Leute erreichen. Dass der Film jetzt so diskutiert wird, ist verstörend.“

16.12.2018
Unter dem Titel „Der große Eklat“ zeichnet Spiegel-Online die Konfliktlinien der Debatte um unseren Film nach – und lässt dabei auch nicht die Folgen außer acht, die die Anfeindungen für Eltern und Klinik-Team hatten.

12.12.2018
Bei der Bekanntgabe der Vornominierungen für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Dokumentarfilm“ war auch ELTERNSCHULE dabei. Unser Film konkurriert damit als einer von 13 Filmen um die wichtigste Auszeichnung der deutschen Filmbranche und einen der bedeutendsten Kulturpreise des Landes.

12.12.2018
Der Arzt Dr. Gerd Dunkhase von Hinckeldey äußert sich kritisch zur Stellungnahme des DKSB zu „Elternschule“: „Aufgrund einer unvollständigen Information derart weitgehende Äußerungen in der Funktion des Präsidenten des Kinderschutzbundes zu tätigen, ist schlicht verantwortungslos. (…) Durch seine unqualifizierte Stellungnahme zu dem Film Elternschule und der Arbeit der Kinderklinik Gelsenkirchen hat er jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit etliche betroffene Eltern so verunsichert, dass diese sich nicht mehr trauen, die Hilfe dieses hoch kompetenten und außergewöhnlich engagierten Teams in Anspruch zu nehmen. Damit schadet er Kindern!“ (Link)

02.12.2018
Der Babysteps-Podcast widmet der Diskussion um „Elternschule“ eine Folge und fragt: Ein berechtigter Skandal?

22.11.2018
„Elternschule“ bzw. die Diskussion darüber hat auch Politik und Berufsvereinigungen beschäftigt: Sowohl das Gesundheitsministerium NRW als auch die Ärztekammer Westfalen-Lippe mussten sich mit Beschwerden gegen die Klinik auseinandersetzen. Beide Institutionen stellten ihre Ermittlungen ergebnislos ein bzw. nahmen sie gar nicht erst auf. Es gab offenbar nichts zu ermitteln.

16.11.2018
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die Klinik werden eingestellt. „In dem Film ist nichts zu sehen, was als Straftat zu werten wäre“, sagt eine Sprecherin der Essener Ermittlungsbehörde den Medien.

01.11.2018
Durch die Heftigkeit und den Druck der Diskussionen in den sozialen Medien sahen sich nicht wenige Akteure aus dem Bereich Erziehung und Pädagogik dazu genötigt (oder verlockt), Statements und Stellungnahmen zum Film zu veröffentlichen. Sicherlich bot die mediale Empörung ihnen auch einen passenden Rahmen, um für sich und ihre eigenen Methoden und Publikationen eine große Öffentlichkeit zu erreichen.

Ende Oktober
Ab Ende Oktober 2018 nehmen etliche Fachgesellschaften aus Medizin, Pädagogik und Psychologie Stellung zu „Elternschule“:

Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT)

Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Psychosomatik (AGPPS) der Deutschen Gesellschaft Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

Nicht alle Fachgesellschaften äußern sich positiv zu unserem Film – kritisch sehen den Film zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP). Auffällig an beiden Stellungnahmen ist, dass die Verfasser unseren Film als einzige Quelle für eine umfassende Kritik des therapeutischen Handelns in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen benutzen – leider ohne Rücksprache oder Recherchen vor Ort. Auch die filmischen Mittel werden kaum beachtet. Das empfinden wir, gerade angesichts der hohen wissenschaftlichen Maßstäbe, die an unseren Film angelegt werden, als hochgradig unwissenschaftlich.
Die Heftigkeit mancher Äußerungen zeigt auch: Unser Film ist zum Gegenstand eines längst überwunden geglaubten Schulenstreits in Psychologie und Pädagogik geworden.

30.10.2018
Die Deutsche Presseagentur meldet, dass die Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen gegen die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen aufnimmt. Ein Arzt hatte die Klinik wegen Misshandlung Schutzbefohlener angezeigt, die er im Film gesehen haben wollte. Die Klinik bezeichnet die Vorwürfe in einer Stellungnahme als haltlos: „Die Anzeige verstehen wir als Chance, die unberechtigten Vorwürfe gegen die Klinik juristisch zu entkräften (…) Nach der Kampagne in den sozialen Netzwerken war die Anzeige absehbar.“

Ab Oktober 2018
Die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen richtet auf Ihren Seiten ein Informationsangebot zu „Elternschule“ für die interessierte Öffentlichkeit und die Medien ein.
Der AuK, der Selbsthilfeverein ehemaliger Patienten, sammelt die Stimmen von Eltern, die mit ihren Kindern in der Klinik behandelt wurden.

25.10.2018
Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) veröffentlicht eine Stellungnahme zu „Elternschule“ die uns und die Klinik gleichermaßen überrascht, schockiert und uns sehr schadet, weil sie unsere Arbeit skandalisiert. Noch dazu enthält sie Vorwürfe, die sich als ungerechtfertigt erweisen werden. Hier heißt es unter anderem: „Es gibt in diesem Film zahlreiche Szenen, in denen psychische und physische Gewalt gegen Kinder, zumeist kleine Kinder, in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen gezeigt wird.“ Weiter wird behauptet: „Die im Film gezeigten Praktiken in der Erziehung und Betreuung von Kindern verstoßen gegen geltendes Recht.“ Das ist falsch. Mittlerweile wurde der Gewaltvorwurf, der auch Auslöser des „Shitstorms“ gegen unseren Film war, sogar juristisch geklärt. Die Vorwürfe wurden, auch anhand unseres Films, geprüft. Die Ermittlungen wurden am 15. November 2018 eingestellt (siehe oben). Darüber hinaus haben sowohl das Gesundheitsministerium in NRW als auch die Ärztekammer Westfalen-Lippe ihre Überprüfungen der Klinik ergebnislos abgeschlossen bzw. nicht einmal aufgenommen. Der Gewaltvorwurf ist also haltlos.
In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf die Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie zu unserem Film verweisen: „In den konsequenten Strategien, die im Film gezeigt werden, Gewalt und Kindeswohlgefährdung zu erkennen, verharmlost wirkliche Kindeswohlgefährdungen und reale Gewalt gegen Kinder.“
Wir haben versucht mit dem DKSB – dessen Arbeit wir eigentlich schätzen – in einen konstruktiven Dialog zu treten. Leider waren unsere Bemühungen bisher erfolglos, wir werden sie aber fortsetzen.

24.10.2018
Herrmann Thieken vom Cinema-Arthouse Osnabrück berichtet auf „Programmkino.de“ über Erfahrungen mit unserem Film im Kino. Diese decken sich nicht mit den Eindrücken, die unsere Kritiker in den sozialen Medien schildern (von denen zu diesem Zeitpunkt die wenigsten den Film tatsächlich gesehen haben dürften). Thieken dagegen hat „Elternschule“ gesehen, mehrmals, zusammen mit Publikum – er schreibt: „Ein Phänomen beschäftigt gerade viele engagierte Kinos: Der Film „ELTERNSCHULE“ dokumentiert die Arbeit mit verhaltensgestörten Kindern/Familien an der Psychosomatischen Klinik Gelsenkirchen – eigentlich ein guter Film für diverse Sondervorstellungen für ein engagiertes (Fach-)Publikum. Dieser Film aber ist in den letzten Wochen zu einem Medienereignis geworden – der „umstrittene“ Film werde im Internet diskutiert, heißt es zum Teil. Was mehr als verharmlosend ist: der Film ist nicht umstritten, er bekommt schließlich durchweg gute Filmkritiken, er wird ‚angefeindet‘.“ Weiterlesen …

22.10.2018
Wegen organisierter Störungen der Vorstellungen und Drohungen gegen Gäste und Kinobetreiber beenden wir die Kinotour von „Elternschule“ vorzeitig. Wir wollen, dass unsere Zuschauer ungestört ins Kino gehen und sich eine eigene Meinung bilden können.
Vor allem die Kontroverse im Internet nimmt absurde Züge an – die Haupttopoi: „schwarze Pädagogik“, „Nazi-Methoden“, „Gewalt“.

18.10.2018
Angesichts der anhaltenden Diskussionen vor allem in den sozialen Netzwerken veröffentlichen wir auf dieser Seite ein mehrseitiges FAQ, um die Auseinandersetzung über unseren Film zu versachlichen und unseren Standpunkt zu verdeutlichen.

ab 13.10.2018
Der „Shitstorm“ in den sozialen Medien ist nun in vollem Gange. Wesentliche Grundlage der Kritik bildet der Kinotrailer. Seit einigen Tagen haben wir unsere Facebook-Seite offline genommen, auch und vor allem, um die Eltern zu schützen, die während unserer Filmarbeiten in der Klinik waren und die fleißig und kompetent mitdiskutieren, aber gegen die unsachlich und mit persönlicher Diffamierung arbeitende Masse nichts ausrichten können.
Die größeren Medien werden auf die Kontroverse aufmerksam und berichten jetzt über die Diskussion um „Elternschule“ (Auswahl):

Süddeutsche Zeitung: Die Frage nach der „richtigen“ Erziehung

Die Zeit: Was für ein Gebrüll

Rheinische Post: Heftige Kritik an Klinik in Gelsenkirchen nach Kino-Doku

WDR: Film „Elternschule“ polarisiert schon vor Kinostart

u.v.a.

ab 09.10.2018
Eine Petition gegen die „Ausstrahlung des Films Elternschule“ wird gestartet und erhält bis zum Ende über 22.000 Online-Unterschriften. Auch dort wird – wie auf Facebook und Twitter – von Nazi-Methoden in der Klinik gesprochen, wohlgemerkt in einer moderierten Kommentarspalte. Die Petition wird, dessen ungeachtet, von prominenten Vertreterinnen der Attachment-Parenting-Szene offensiv beworben.

Anfang Oktober 2018
Zum Kinostart unseres Films erscheinen etliche Kritiken in den großen (Online-)Medien, auf Branchenplattformen und in zahlreichen Zeitungen. Fast alle positiv – eine Auswahl:

Spiegel online: Doku über überforderte Eltern – Anna schlägt, kratzt und beißt ihre Mutter

Zeit online: Der fast normale Wahnsinn

Süddeutsche Zeitung: Nein!

Neues Deutschland: Bitte nicht durchgreifen

n-tv: Wenn Eltern nicht mehr weiter wissen

Programmkino.de

EPD Medien

Artechock: Auf der Spitze des Eisbergs

Filmdienst

u.v.a.
Etliche TV-Beiträge widmen sich unserem Film – ebenfalls durchwegs positiv, z.B. WDR, BR, MDR, NDR, RTL u.v.m.

25.09.2018
Unter dem Titel „Elternschule – nichts für schwache Nerven“ erscheint in einem kostenlosen Kölner Elternmagazin ein Verriss unseres Films. Der Artikel kann gerne gegoogelt werden, wir verzichten auf eine Verlinkung und führen den Text vor allem aus historischen Gründen an: Hier tauchen nämlich zum ersten Mal jene Vorwürfe auf, die uns und die Kinder- und Jugendklinik in Gelsenkirchen lange begleiten werden: „Gewalt gegen Kinder“, „Zwangsfütterung“, „Isolation“. Die Behauptungen wurden mittlerweile juristisch untersucht – nichts davon trifft zu (Eintrag vom 22.11.2018). Auch sonst nimmt es der Text mit der Wirklichkeit nicht so genau: Unser Film ist hier 90 statt 117 Minuten lang, Szenen werden falsch nacherzählt, der Name eines kleinen Protagonisten falsch wiedergegeben. So genau kann die Autorin also nicht hingesehen haben. Warum erwähnen wir den Text dennoch? Weil die Darstellung bereits vor dem Kinostart vielfach im Internet geteilt wurde und mitverantwortlich für den Shitstorm war, der ab Anfang Oktober 2018 vor allem in den sozialen Netzwerken tobte.

06.05.2018
„Elternschule“ wird auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival München im Deutschen Wettbewerb uraufgeführt. Der Film erlebt fünf gut besuchte und teilweise regelrecht umjubelte Aufführungen und kommt in die Liste der zehn beliebtesten Filme des Festivals.

02.05.2018
Die erste Besprechung von „Elternschule“ erscheint im Rahmen der Berichterstattung über das Internationale Dokumentarfilmfestival München in der Süddeutschen Zeitung: „Quälgeister“. Viele solcher sehr positiver Kritiken werden in fast allen großen und zahlreichen Regionalzeitungen und Filmzeitschriften folgen – digital wie analog.